ZEITENWENDE

Journal – Beobachtungen, Projekte, Reisen

Der 24. Februar 2022, an dem Russland die Ukraine überfiel, hat auch mein Leben verändert.

Mein letztes Buch „Von Bienen und Menschen. Eine Reise durch Europa“ hatte mich in viele Länder geführt, nach Süden und Norden, Westen und Osten.

In den Begegnungen mit Imkerinnen und Imkern hatte ich ein vitales, vielfältiges Europa erlebt. Sie stimmten mich hoffnungsvoll. Irritationen hatte ich nicht wirklich ernst genommen. Rückblickend würde ich sagen, im Kaliningrader Gebiet lag schon 2016 der Krieg in der Luft.

Als Anfang März 2022 die ersten ukrainischen Familien in Lüneburg ankamen, wurde ich aktiv. Neue Aufgaben kamen auf mich zu - als Bürgerin und Dokumentaristin.

Von diesem Engagement, meiner Arbeit und meinen Reisen will ich hier erzählen. Was ich erlebe und lerne, was mir Mut macht, von alten und neuen Freundschaften.

Transparent mit Putin , dargestellt als Todesfratze. 2022 aufgenommen in Riga, ein Haus visavis der russischen Botschaft

Putin als Zombie - dieses Tansparent habe ich im August 2022 in Riga fotografiert. Es hing direkt gegenüber der russischen Botschaft.

Aus meinem Arbeitsjournal

In lockerer Folge veröffentliche ich hier Tagebucheinträge sowie Notate aus diesen Jahren, gebe Einblick in Themen, die mich bewegen. Und stelle einige meiner Vorträge online.

Ukrainische Flüchtlinge in Lüneburg

„In der Nacht zum Freitag haben russische Truppen das Atomkraftwerk in der ukrainischen Stadt Saporischschja beschossen und unter ihre Kontrolle gebracht. Auf dem Gelände brach nach dem Einschlag eines Projektils in einem Gebäude ein Feuer aus, das durch Einsatzkräfte gelöscht werden konnte.“ Tagesschau 4. März 2022

Anfang März 2022 standen sie da, mitten in der Nacht: ein kleines Mädchen, das weinte, und ihre völlig erschöpfte Mutter und Großmutter. (Mehr)

Evangelisch-orthodoxe Ökumene

„Es sind schreckliche Bilder Hunderter getöteter Zivilisten, die aus dem ukrainischen Butscha um die Welt gehen.“
Tagesschau 4. April 2022

„Wohin gehen wir zu Ostern?“ hatte Tanja aus Nikopol gefragt. Niemand von uns hatte daran gedacht. In Lüneburg gibt es keine orthodoxe Kirche! Die Geflüchteten hatten keinen Ort für das wichtigste religiöse Fest des Jahres!  (Mehr)

Wiedersehen an der Memel

„Litauen schränkt den Warentransit in die russische Exklave Kaliningrad ein – der Kreml reagiert mit Drohungen. Das Gebiet an der Ostsee ist für ihn von höchster strategischer Bedeutung.“
Der Tagesspiegel 21. Juni 2022

Kurz vor dem russischen Überfall auf die Ukraine war eine neue litauische Übersetzung meines Buches „Paradiesstraße. Lebenserinnerungen der ostpreußischen Bäuerin Lena Grigoleit" (Rowohlt 1996)“ erschienen. Mindaugas Karklelis, Lena Grigoleits Enkel, hatte sie in Auftrag gegeben. Meine Lesereise sollte von Vilnius an die Memel gehen, über Klaipeda nach Smalininkai und schließlich Bitenai, Lenas Heimatdorf. (Mehr)

Ukrainische Flüchtlinge in Lüneburg

„In der Nacht zum Freitag haben russische Truppen das Atomkraftwerk in der ukrainischen Stadt Saporischschja beschossen und unter ihre Kontrolle gebracht. Auf dem Gelände brach nach dem Einschlag eines Projektils in einem Gebäude ein Feuer aus, das durch Einsatzkräfte gelöscht werden konnte.“ Tagesschau 4. März 2022

Anfang März 2022 standen sie da, mitten in der Nacht: ein kleines Mädchen, das weinte, und ihre völlig erschöpfte Mutter und Großmutter. (Mehr)

Geschichten teilen

“The people living along Ukraine’s lower Dnipro River must contend with the immediate consequences of the collapse of the Nova Kakhovka dam and flee for safety with whatever they can salvage, but the wider impact could make itself felt for generations.”
The Guardian 7. Juni 2023

Manchmal ist es mir zu eng hier. Seit acht Jahren lebe ich mit meinem Mann „auf dem Dorf“, in einem Mehrgenerationen-Wohnprojekt mit 54 Erwachsenen und 25 Kindern. Ein Dorf, das wir gemeinsam geschaffen haben. In diesem Sommer aber genieße ich die Geborgenheit. (Mehr)

Ozean der Gefühle

„Vor laufenden Kameras haben US-Präsident Donald Trump und sein Vize JD Vance den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj zurechtgewiesen. Danach wurde das Treffen abgebrochen.“
Tagesschau am 28. Februar 2025

Meine Freundin Rita, die in der kasachischen Steppe geboren und ein Kind der Sowjetunion ist, hatte mir schon vor längerer Zeit begeistert von „Okean Elzy“ erzählt. Gerade ist die ukrainische Kultband wieder auf Europa-Tour. (Mehr)

Immanuel Kant in Lüneburg

„Der Krieg der USA und Israels gegen Iran kostet täglich eine Milliarde US-Dollar. Mit dem Geld könnte laut dem UN-Nothilfechef Tom Fletcher das Leben von Millionen Not leidenden Menschen gerettet werden.“ Tagesschau-Liveticker 11. März 15:52

Er könnte in Paris stehen oder in Berlin! Immanuel Kant, einer der wichtigsten Denker der europäischen Aufklärung, hätte Anspruch darauf. Jetzt ist er in unserem kleinen Lüneburg. (Mehr)

Glückliches Südtirol

„Viktor Orban ist weg – und die Menschen feiern. Nach 16 Jahren Fidesz, Korruption und Angriffen auf die EU hatten die Ungarn genug.“
ff. Das Südtiroler Wochenmagazin 16. April 2026

„Die beste!“ Erklärt der Lehrling im Café Lichtenthurn. Dünngeschnitten, anmutig gewellt, mit großen Specknocken liegt die Mortadella auf unseren Frühstückstellern. (Mehr)

Tschernobyl und kein Ende

„Die belarussische Schriftstellerin und Nobelpreisträgerin Swetlana Aleksijewitsch will sich im Frühjahr 1986 ein Bild vor Ort machen: "Als ich nach Tschernobyl kam, wurde mir klar, dass wir nicht verstehen, was passiert war. …Es war etwas passiert, was außerhalb unserer Kultur lag, etwas, was die Menschheit nicht kannte."
BR24, 26. April 2026

Der 1. Mai ist frühsommerlich warm, der Himmel strahlend blau... (Mehr)

Die Vergangenheit ist ein anderes Land.